Bilder von der Westküste

01. März 2009

Nach einem aufregenden Trip an der Westküste bin ich nun zurück in Deutschland. Um euch einen kurzen Überblick über die 11 Tage zu geben, hier mein Terminkalendar und einige Impressionen:

13.2. San Francisco (Downtown)
14.2. San Francisco (Coit Tower, Russian Hill, Fisherman’s Wharf)
15.2. San Francisco (Golden Gate Park, Cable Car)
16.2. San Francisco (Alcatraz, Golden Gate Bridge)
17.2. SF Bay Area (Muir Woods National Monument, Berkeley, Marina Beach)
18.2. Central Coast (Monterey, Pacific Coast Highway)
19.2. Los Angeles (Santa Monica Beach, Sunset Boulevard), Las Vegas (Strip)
20.2. Las Vegas (Lake Mead, Hooverdamm, Strip)
21.2. Grand Canyon National Park
22.2. Death Valley National Park
23.2. Los Angeles (Hollywood, Beverly Hills, Santa Monica Beach)

An der Westküste

14. Februar 2009

Auch wenn das Wetter nicht entsprechend ist, sende ich euch sonnige Grüße aus San Francisco! Gestern Mittag bin ich nach einem 6.5h Flug gelandet, während dem ich nur etwa eine Stunde schlafen konnte. Da ich die Nacht davor im Barnaby’s und nicht im Bett war, hing ich entsprechend etwas durch. Das regnerische Wetter passte da nur zu gut und so kam ich nur noch dazu, ein bisschen in der Nähe des Hostels unterwegs gewesen, welches sehr zentral innerhalb der Stadt liegt.
Heute morgen hat dann ein wenig die Sonne geschien und so habe ich das gute Wetter genutzt und bin zu Fuß durch die Stadt gelaufen und habe dabei eine kurze Cable Car Fahrt gemacht, bin den Telegraph Hill hinauf zum Coit Tower gestiefelt und habe danach auch noch die Lombard Street (”Crookedest Street in the World” - kurvigste Straße der Welt) auf den Russian Hill erklommen.

Lombard Street

Anschließend war ich dann noch an der Fisherman’s Wharf und musste dann erstmal zurück zum Hostel, da ich den Akku meiner Kamera schon leergeknipst hatte. Von dort schreib ich euch nun also… :)

Gleich treff ich mich mit Andreas, einem Kommilitonen aus Osnabrück, der sein Praxissemester im Silicon Valley letzte Woche begonnen hat, und seinem Vorgänger, die beide auch für die kommende Nacht in SF in einem Hostel übernachten, um mit ihnen ein bisschen die Stadt unsicher zu machen.
Morgen möchte ich dann mit der Fähre nach Alcatraz fahren, um mir das einst gefürchteste Gefängnis der USA anzusehen.

Macht’s gut, bis die Tage!

Now it’s comming to an end…

06. Februar 2009

Wie meine liebe Schwester Julia richtig anmerkte, habe ich schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Dieser Aufforderung komme ich doch gleich mal nach, auch wenn ich keine Zeit für seitenlange Berichte habe.

Seit meinem letzten Update ist folgendes passiert:

  • feucht-fröhliche Silvesterparty in Manhattans China Club
  • Kauf einer neuen Digitalkamera, die zum verlieben schöne Fotos macht
  • Partywochenende mit 35 Leuten in einem Ferienhaus an der Atlantikküste
  • Amtsübernahme von Barrack Obama, die ich live leider verpasst habe
  • Am kommenden Freitag (den 13.) fliege ich morgens um 7:10 mit “US Scareways” nach San Francisco, wo ich für drei Nächte im Adelaide Hostel in der Nähe des Civic Centers bleiben wohnen werde. Mein Kommilitone Andreas hat gerade in dieser Woche sein Praktikum bei Cavium Networks im Silicon Valley angetreten und wir werden die Stadt an ein oder zwei Tagen wohl gemeinsam erkunden. Am 16. hole ich mittags dann meinen Mietwagen, den ich für eine Woche gebucht habe und am Ende meines Trips in LA wieder abgeben kann. Anschliessend werd ich Andreas vielleicht noch für einen Tag in seiner Wohnung in Sunnyvale besuchen, bevor mein Weg wird mich dann weiter gen Süden über den West Coast Highway 1 in Richtung Los Angeles führt. Anschliessend schwenke ich nach Osten, um Las Vegas, Death Valley und den Grand Canyon anzuschauen, ehe meine Reise in der Oscar-Nacht in Hollywood ihr Ende findet und ich am 23. nachmittags via London nach München fliege.

    Und weil mir dies noch nicht genug ist, fahre ich morgen früh für zwei Tage an die Niagara Fälle, weil ich das eh schon immer machen wollte und an meinem letzten Wochenende noch mal was spektakuläres kommen musste…

    Heute war mein letzter richtiger Arbeitstag bei Siemens, ab Montag ist mein Nachfolger André schon da und ich werde ihm noch zwei Tage möglichst viel zeigen. Insgesamt stehen die Zeichen auf Abschied: heute abend ist meine - mit Jan und Eric gemeinsame - Abschiedsparty, Montag das Abschiedslunch mit meiner Abeilung und Mittwoch das Abschiedsdinner mit den anderen Praktikanten. Aber nicht nur ich sondern auch viele andere gehen in dieser Zeit und entsprechend viele neue kommen an; ständig muss man sich von irgendwem lebwohl sagen. Ich bin zu sehr Realist, um nicht zu wissen, dass man die meisten von ihnen wohl nie wieder sehen wird. Zu einigen habe ich wirklich eine enge Freundschaft entwickelt, sie sind mir wichtig geworden und ich hoffe, dass es uns gelingen wird, noch lange in Kontakt zu bleiben. Natürlich sind die letzten Monate eine Ausnahme, etwas ganz Besonderes gewesen. Neben den gesammelten beruflichen und interkulturellen Erfahrungen kann ich aber auf jeden Fall auf sehr aufregende und abwechslungsreiche sechs Monate zurückblicken, die ich in keinem Fall hätte missen wollen. Aber umso mehr freue ich mich nun, zu meiner geliebten Tina zurückzukehren, um mit ihr die “Herausforderung Bayern” zu meistern! :)

    Hoffentlich schaffe ich es zeitlich, euch in den kommenden zwei Wochen noch ein paar Male hier zu schreiben…

    Erster Tag in Chicago

    31. Dezember 2008

    Nachdem wir am Abend des 23. um ca. 22 Uhr in West Chester losgefahren sind, lag eine gut zwölfstündige Autofahrt (750 Meilen bzw. 1200km) vor uns. Das Wetter spielte uns nicht gerade in die Karten und nach eine halben Stunde fing es an zu regnen. Da der Highway gestreut war, gefror der Regen zwar nicht auf der Strasse, wir bekamen jedoch ziemlich bald Probleme mit dem Scheibenwischer und der Windschutzscheibe, da das Wasser auf der Scheibe und dem Wischer festfror. Nach ca. zwei Stunden mussten wir daher einen ersten Stopp einlegen und das Auto von einer geschlossenen Eisdecke befreien. Selbst die Motorhaube war mit einer massiven Schicht bedeckt! Sowas hatte ich wirklich zuvor nicht erlebt…

    Ansonsten sind wir aber ganz gut durchgekommen und erreichten Chicago so am späten Vormittag. Eigentlich wollten wir das Auto außerhalb der Stadt an einem Park&Ride abstellen, da wir aber keine Lust hatten, bei dem Schmuddelwetter unsere Koffer durch die Stadt zu schleppen, fuhren wir mit dem Auto zum Hotel am Lincoln Park und fanden dort auch direkt einen kostenlosen Parkplatz am Strassenrand. Da es zu früh zum Einchecken war, gaben wir unser Gepäck bei einem Portier ab, der es für uns den Tag über einlagerte.

    Nach einem Frühstück in einem nahegelegenen Café ging es mit dem Bus dann in die Innenstadt, wo wir sogleich den Christkindlmarket ansteuerten, den größten Weihnachtsmarkt außerhalb Deutschlands. Im Gegensatz zu dem total enttäuschenden in Philadelphia war dieser wirklich sehr authentisch und auch ziemlich groß. Natürlich ließen wir es uns nicht entgehen und kauften uns jeder zwei Becher echten deutschen Glühwein. In guter Weihnachtsmarkttradition bekam man diesen in bedruckten Bechern serviert, die man auch gleich behalten durfte. Dort bekamen wir auch den Hinweis, dass man im örtlichen Macy’s den Glühwein doch auch flaschenweise beziehen könnte. In den kommenden Tagen sollten wir die mit Sicherheit größten Abnehmer dieses leckeren Getränkes werden…

    Nach dem Weihnachtsmarkt ging es dann zum Millenium Park am Lake Michigan, in dem es mehrere moderne Skulpturen (u.a. “The Bean”) und Architekturen zu bestaunen gibt. Da wir mit den ganzen Weihnachtsmarktbechern und sechs Flaschen zuvor im Macy’s erstandenem Wein ganz gut beladen waren, verschoben wir das Eislaufen im dortigen Eislaufbahn auf den kommenden Tag. Todesmutig sagte ich den anderen zu, mich dann auch auf die schmalen Kufen zu wagen - das erste Mal in meinem ganzen Leben! Vom Millenium Park sind wir dann an der Waterfront entlang gelaufen, haben uns dabei mehrfach in irgendwelchen Sackgassen verirrt, fanden letztlich aber zum John Hancock Center, dem mit 457m achthöchsten Bauwerk der Welt und nach dem Sears Tower zweithöchsten der Stadt. Es gibt dort eine kostenpflichtige Aussichtsplattform, wir begaben uns aber lieber in die “Signature Lounge” im 96. Stockwerk, um dort bei beeindruckender Aussicht - der Himmel war mittlerweile aufgeklart - eine nicht mal sonderlich teure heiße Schokolade zu trinken.

    Nachdem es dann dunkel war, machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel, um endlich einzuchecken. Das Belden-Stratford ist ein klassisches Appartmenthaus, in dem ca. 60 Wohneinheiten als Vier-Sterne-Hotel genutzt werden, direkt gegenüber des Chicago Zoo in einer sehr schönen Gegend am Lincoln Park gelegen. Da die Stadt nicht gerade berühmt für hohe Temperaturen im Winter ist (und ich zudem einen Spitzenrabatt im Internet gefunden hatte), konnten wir eine Präsidentensuite für weniger als $100 pro Nacht buchen. Aufgrund des Preises waren unsere Erwartungen an das Zimmer jedoch nicht sonderlich hoch. Was wir dann vorfanden, übertraf aber wirklich alle Vorstellungen: 75qm großes Eckappartment im sechsten Stock mit Ausblick auf Lincoln Park, Lake Michigan und die Skyline, zwei Schlafzimmer mit jeweils eigenem Bad (eines davon mit Whirlpool), zusätzliches Gäste-WC, Wäschekammer mit Waschmaschine und Trockner, voll ausgestattet Küche, Essbereich und großes Wohnzimmer mit zwei Sofas und einem Sessel!
    Da wir also eine solch gemütliche Bleibe hatten und keiner mehr Lust auf einen außerhäusigen Restaurantbesuch hatte, holten wir uns vom nahen 7-Eleven Tiefkühlpizza, Eis, Chips und Bier und ließen einen anstrengenden Tag in entspannter Runde bei “I am Legend” ausklingen…

    Mehr über Chicago dann in den kommenden Tagen. Bis dahin wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2009! Ich werde mich mit 15-20 anderen Praktikanten im China Club in der Nähe des Times Square feiern. Wenn ihr die sechs Stunden Zeitunterschied bedenkt, dürft ihr euch alle gerne bei mir melden: +1 610-864-7628.

    Weihnachtsgrüße

    23. Dezember 2008

    Bevor ich mich heute abend mit Christin, Corinna und Atze fuer 5 Tage nach Chicago verabschiede, moechte ich nicht verpassen, euch allen ein frohes Weihnachtsfest zu wuenschen! :)

    img_3826.jpg

    13.12.2008, Rockefeller Center, New York City (v.l.n.r.)
    1. Reihe: Maria, Christin, Julia, Victoria, Ricardo
    2. Reihe: Carolin, Saeed, [unknown], Atze, Daniel, Klaus, Gijs, Dennis

     

    Actionsreiche Mittagspause

    11. Dezember 2008

    Auch wenn ich immer noch nicht zum Schreiben meines Berichts ueber unser Boston-Wochenende gekommen bin, moechte ich euch nicht mein gestriges Abenteuer vorenthalten:

    Meine Mitbewohnerin Jackie fliegt naechste Woche zurueck nach Deutschland und wollte daher im kleinen Kreise ein Abschiedslunch veranstalten. Mit sieben Personen in zwei Autos machten wir uns gegen 12 Uhr auf den Weg zu einem einige Meilen entfernten japanischen Restaurant. Ganz weit sind wir dann allerdings nicht gekommen. Jackie musste mit ihrem Fors Focus scharf bremsen, da die vor ihr fahrende Frau links abbiegen wollte und aufgrund des Gegenverkehrs stehen blieb, jedoch ohne dies mit dem Blinker vorher anzudeuten. Wir fuhren wahrlich nicht schnell, jedoch blockierten die Reifen von Daniels Auto auf regennasser, abschuessiger Strasse komplett und so rutschten wir mit seinem Dodge Avenger (das selbe Auto, mit dem wir in Boston waren…) relativ ungebremst in das Auto vor uns! Ich sass auf dem Beifahrersitz und machte so das erste Mal in meinem Leben Bekanntschaft mit einem Airbag. Auch wenn dieses Ding mit ziemlich viel Wucht rausgschossen kommt, landet man doch recht weich. Die Explosion, die die schnelle Entfaltung verursacht, produziert aber eine Menge stinkenden Rauch und entwickelt auch Hitze. Daniels Mantelaermel wurden dadurch angesenkt, da er sich natuerlich am Lenkrad festgehalten hatte. Uns allen ist aber zum Glueck ueberhaupt nichts passiert, nur der Schreck sass doch ziemlich tief fuer den restlichen Tag. Wir haben dann erst auf die Polizei gewartet, die mit zwei Fahrzeugen anrueckte und den Unfall aufnahm. Fuer Daniels Auto mussten wir den Abschleppdienst rufen, denn das war kaum noch fahrbereit. Angesichts der zerstoerten Airbags und der ziemlich eingedrueckten Motorhaube wird es wohl ein Totalschaden gewesen sein, auch wenn das Auto erst wenige Monate alt war. Da die Fahrzeuge als Mietwagen jedoch natuerlich vollkoskoversichert sind, mussten wir uns darueber wenigstens keine Sorgen machen. Jackie konnte mit ihrem Auto immerhin erstmal wieder zurueck zu Siemens fahren, da es nur an der Heckklappe, Stossstange und leicht am Auspff beschaedigt war, Victoria, Caro und mir wurde das Vergnuegen zuteil, auf der Ruecksitzbank des einen Poilzeiautos gefahren zu werden. Auch mal ein interessantes Erlebnis! Das Essen beim Japaner haben wir dann aber auf Freitag verschoben, weil so recht dann doch keiner mehr grossen Hunger hatte.

    Zum Glueck ist nicht mehr passiert, weil wir nicht schnell gefahren sind. Toi! Toi! Toi!

    Thanksgiving-Wochenende in Boston

    05. Dezember 2008

    Hier schon mal die Bilder unseres Vier-Tages-Trips nach Boston:

    Macy’s Thanksgiving Parade in Manhattan

    Boston

    Harvard University in Cambridge

    Mayflower II in Plymouth

    Yale University in New Haven

    Berichte folgen…

    Wieder zurück!

    25. November 2008

    Seit Sonntag Nachmittag bin ich nun also wieder zurueck in den Staaten und der Arbeitsalltag hat mich wieder. Zum Glueck ist es aber nur eine sehr kurze Arbeitswoche, da am Donnerstag Thanksgiving ist und auch der Tag danach bei Siemens frei ist. Ich fahre mit vier anderen Praktikanten fuer das verlaengerte Wochenende nach Boston, um die groesste Stadt Neuenglands genauer unter die Lupe zu nehmen. Auf der Hinfahrt werden wir einen Zwischenstopp in New York City machen, um uns die beruehmteThanksgiving Parade (gesponsort von der Kaufhauskette Macy’s) in Manhattan anzusehen.

    Die neue Wohnung in Fuerstenfeldbruck gefaellt mir wirklich sehr gut und auch die Gegend ist ordentlich. Wir haben eine Sparkasse und einen Supermarkt mit Baeckerei in kuerzester Entfernung. Ca. 5 Fahrradminuten entfernt ist die S-Bahn-Station und ein grosses Einkaufszentrum mit Lidl, Aldi, C&A, Schuhgeschaeft, Kino etc. Mit der S-Bahn ist man in weniger als einer halben Stunde in der Muenchener Innenstadt. In der Wohnung selber sind die meisten Kartons ausgepackt und deren Inhalt wieder in die Schraenke und Regale geraeumt. Lediglich der Aufbau der Kueche muss noch gut zwei Wochen warten, da dann der fruehstmoegliche Samstagstermin fuer den IKEA-Kuechenmontage-Service ist. Ansonsten ist es schon recht wohnlich. :)

    Obama - New York - München

    12. November 2008

    So, nachdem sich der Rummel um den Wahlkampf und den folgenden Erdrutschsieg der Demokraten um Barack Obama gelegt hat, ist im Land wieder ein wenig Ruhe eingekehrt und die schlechte Wirtschaftslage beherrscht wieder die Berichterstattung der Medien. Den Wahlabend selber habe ich gemeinsam mit ein paar anderen Praktikanten entspannt bei dem einen oder anderen Bier verbracht. Zu Spannung ist es ob des deutlichen Ergebnisses ja nie wirklich gekommen. Wenn selbst ein paar Studenten aus dem fernen Europa diese Wahl verfolgt haben, kann man sich in etwa ausmalen, welchen Stellenwert diese fuer “echte” Amerikaner hat; von der Bedeutung fuer die Schwarzen ganz zu schweigen! Sehr wichtig fand ich vor allem, dass viele Menschen sich ploetzlich fuer Politik interessiert haben. Junge Erwachsene haben in Scharen die Wahltrommel fuer Obama geschlagen und auch viele Leute, die die Politik bisher komplett ignorierten, haben sich nun vielleicht immer noch nicht differenziert damit auseinandergesetzt, aber immerhin hatten sie ploetzlich eine Meinung!

    Letzten Samstag waren wir in New York. Obwohl die Vorhersage nichts Gutes verhiess, lies der heitere Himmel bei unserer Ankunft doch Hoffnung aufkeimen und so entschieden wir uns gegen einen ganztaegigen Museumsbesuch. Das sollte sich jedoch schon bald als Fehler rausstellen! Nachdem wir in der Public Library (nach der Library of Congress zweitgroesste Bibliothek der USA) waren, wollten wir eigentlich die 42nd Street weiter zum Chrysler Building und den United Nations gehen, jedoch mussten wir vor dem Starkregen kapitulieren und fuhren so mit dem Bus zum Washington Square, um dort zu Tower Records, einem bekannten Plattenladen, zu fahren, den es jedoch, wie wir leider feststellen mussten, gar nicht mehr gibt. Stattdessen warteten wir in einem McDonalds auf eine besserung des Regens, liefen ein wenig durch Greenwich Village und nahmen dann erneut den Bus zum World Financial Center unweit vom Ground Zero am Hudson River. Im dortigen Starbucks planten wir den weiteren Verlauf des Tages und trafen uns dann spaeter mit allen anderen (insgesamt waren wir zu fuenfzehnt in der Stadt!) in der Naehe des Empire State Buildings, um dort in einem mexikanischen Grill gemeinsam zu essen. Waehrend vier von uns ueber Nacht in der Stadt blieben, machten wir uns anschliessend wieder auf den Rueckweg, um zuhause in West Chester noch ein paar Stunden im Kildare’s zu versacken…

    Nachdem ja nun klar ist, dass mich Tina in Ermangelung von Urlaub waehrend ihrer Probezeit nicht besuchen kommen kann, habe ich kurzfristig einen Alternativplan ersonnen. Da mein Praktikum nun genau zur Haelfte um ist, fliege ich am Freitag zu ihr nach Muenchen, um sie endlich wiederzusehen und ihr bei der Enrichtung der neuen Wohnung zu helfen. Mein Chef hat mir dafuer grosszuegig Urlaub gewaehrt und so kann ich insgesamt 10 Tage am Stueck freimachen. Wie sich sicher jeder gut vorstellen kann, freu ich mich schon ganz doll drauf!

    Endlich mal wieder was neues von mir…

    30. Oktober 2008

    Es ist wirklich schon lange her, dass ich das letzte Mal etwas hier geschrieben habe. War aber auch viel Action in den letzten zwei Wochen, dass ich gar nicht dazu gekommen bin. Da ich heute aber den Tag zuhause verbringe, da mich eine fiebrige Erkältung heimgesucht hat, kann ich doch mal wieder ein Update geben.

    Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: meine liebe Frau Tina hat einen neuen Job in München gefunden und wird daher in knapp zwei Wochen umziehen. Es müssen kurzfristig also viele Dinge organisiert werden, um einen Umzug über eine solche große Distanz zu managen, wobei einer der beiden Bewohner in den USA hockt und nur zuschauen kann. Immerhin gelang es mir, von hier aus eine neue Wohnung zu suchen. Wir werden also künftig in einer 3-Zimmer-Erdgeschoss-Wohnung mit Terasse in einem dreistöckigen Neubau in Fürstenfeldbruck wohnen. Der Ort liegt etwa 15km westlich vom Münchener Stadtrand, der Hauptbahnhof ist in einer knappen halben Stunde mit der S-Bahn erreichbar. Eine vergleichbare Wohnung in einer annehmbaren Wohnlage direkt in München wäre für uns einfach unbezahlbar gewesen. Wir haben uns also zu diesem Wohnen außerhalb entschlossen, zumal wir beide eh nicht die Typen sind, die ständig um die Häuser ziehen müssen…
    Für den Umzug selber wird Tina von ihrem Vater und ihren Brüdern Hilfe bekommen, zudem hoffen wir noch auf einige freiwillige Helfer aus Osnabrück, die dabei mit anpacken werden. Ich bin aber wirklich sehr zuversichtlich, dass das alles gut über die Bühne geht.

    Um die restlichen Ereignisse der letzten zwei Wochen zu resümieren, bleiben mir nur wenige Worte:

  • Die Pocono Mountains bieten eine wundervolle Landschaft.
  • Der neue Oliver Stone Film “W.” demonstriert, dass sich keiner mehr um George Bush kümmert.
  • Beim ALDI in den USA fühlt man sich wie zuhause.
  • Eine zweitägige Party mit 27 Leuten in einem Ferienhaus ist ganz schön anstregend, hat aber allen richtig viel Spaß gemacht.
  • Amerikaner bauen selbst auf einem nur 700m hohen Hügeln eine Skipiste.
  • Die Fall Foliage (irrtümlicherweise häufig mit dem Indian Summer gleichgesetzt) ist wunderschön, weil es hier so viele große Laubwälder gibt.
  • Im Ridley Creek State Park gibt es die schönsten Baumkronen und freilebende Schildkröten.
  • Ich kann kein Bowling mehr spielen.
  • Die Philadelphia Phillies (einzige Vereinsmannschaft des U.S.-Profisports mit mehr als 10.000 Pflichtspielniederlagen) sind gestern World Series Champion im Baseball geworden und haben somit nach 25 Jahren Leerlauf mal wieder einen Meistertitel in einer der vier großen amerikanischen Sportarten nach Philadelphia geholt.
  • Ich habe die Baseballregeln verstanden!

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